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Historisches

Erfolgreich tätig seit 1871

Als am 25. Juli des Jahres 1871 der “Westfälische Verein für Vogelschutz, Geflügel- und Singvögelzucht” gegründet wurde, hätte es wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass sich eine nunmehr über 125 Jahre währende Erfolgsstory anschließen würde. Schließlich hatte Zoogründer Professor Hermann Landois (1835 – 1905) im Juni 1875 nur einen bescheidenen Tiergarten mit vornehmlich heimischer Tieren eröffnen können.

Viele Jahre zählten Bären, Wölfe, Hirsche und Adler zu den wichtigsten Schaustücken, einige Affen galten dagegen nur als “Zugeständnis für die Kinder und Personen, welche Augenweide suchen.” Mit zähem Einsatz und Ideenreichtum etablierte Professor Landois den Zoo, die Abendgesell-schaft des Zoologischen Gartens AZG unterstützte den “unwiesen Professor”. 1891 konnte das Provinzialmuseum für Naturkunde eröffnet werden, in das Raubtierhaus zogen 1896 die ersten Löwen ein. 

Zoogründer Professor Hermann Landois (1835 - 1905)

Zoogründer Professor Hermann Landois (1835 – 1905)


Elefantenhaus im orientalischen Stil

Elefantenhaus im orientalischen Stil

Das Elefantenhaus

1899 entstand ein Elefantenhaus im orientalischen Stil, das bis zur Schließung das Wahrzeichen des alten Zoos an der Promenade bleiben sollte. Nicht weniger berühmt war sein erster Bewohner, die Indische Elefantendame “August”, die hier dreißig Jahre wohnte.


Westfälischer Zoologischer Garten e.V.

1921 erfolgte eine Umbenennung unseres Vereins, seither heißt er schlicht “Westfälischer Zoologischer Garten e.V.”. Nach den schwierigen Kriegs- und Nachkiegsjahren widmete man sich dem Ausbau des Zoos: 1928 wurde der Bärenzwinger erweitert, Seelöwen, Schimpansen und das Flusspferd “Fefi” zählten zu den Neuzugängen der folgenden Jahre. Schließlich konnte 1936 ein neues Raubtierhaus in Betrieb genommen werden. Diese Entwicklung fand in den Bombennächten des Zweiten Weltkrieg ihr jähes Ende.

Von Landois zum Allwetterzoo

Von Landois zum Allwetterzoo


 

Zum 75jährigen Bestehen 1950 zog wieder ein Elefant ein

Zum 75jährigen Bestehen 1950 zog wieder ein Elefant ein

Wiederaufbau

Erneut waren es tatkräftige Männer des Zoo-Vereins, die unter Leitung des Museumsdirektors Dr. Reichling den Zoo wieder aufbauten. Zum 75jährigen Bestehen 1950 zog wieder ein Elefant ein und 1956 wurde das neue Raubtierhaus eröffnet.

Zehn Jahre später konnte ein modernes Tropenhaus eingeweiht werden, das jedoch nur wenige Jahre in Betrieb war: Da die Westdeutsche Landesbank ein zentral gelegenes Grundstück suchte, wurde ihr im Juni 1967 das 6 ha große Zoogelände angeboten.

Der Verein erhielt im Gegenzug das vierfach größere Areal auf der Sentruper Höhe, auf dem ein Zoo aus einem Guss entstand. Nach fast 100jährigem Bestehen schloss der alte Zoo Silvester 1973 seine Tore.


Der Allwetterzoo

Seit dem 2. Mai 1974 lädt der Allwetterzoo zur Begegnung mit Tieren ein. Seither ist unser Zoo-Verein nicht mehr allein für Münsters Zoo verantwortlich. Als deutlich wurde, dass für Bau und Betrieb des Allwetterzoos die Vereinsmittel nicht ausreichen würden, gründeten Verein und Stadt 1969 eine Aktiengesellschaft (seit 1985 GmbH). Hauptanteilseigner ist weiterhin unser Zoo-Verein, der sich nach außen als Förderverein präsentiert. Neben der ideellen Unterstützung des Allwetterzoos wurden zahlreiche Spenden geleistet. So wurde 1994 der Transport zweier Elefanten aus Vietnam finanziert, es wurden Pinselohrschweine gestiftet und – ganz aktuell – eine Zuchtgruppe Rotscheitelmangaben für das Anfang Juli 2003 eröffnete Affricaneum.

 

Stiftung von Pinselohrschweinen

Stiftung von Pinselohrschweinen