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Besuch der Ausstellung “Leben in der Dunkelheit”

Veröffentlicht am 15. Oktober 2015 unter Aktuelles
Besuch der Ausstellung “Leben in der Dunkelheit”

Am 08. November 2015 besucht der Zoo-Verein die neue Sonderausstellung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster. Eine Museumsmitarbeiterin wird durch die Ausstellung führen. Und das erwartet die Mitglieder:

Eingang_LWL-Steinweg

Ausstellungsbereich (Foto: LWL/Steinweg)

1.2000 Quadratmeter zum Thema Dunkelheit

(lwl) Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt vom 22. Mai 2015 bis zum 29. Mai 2016 die neue Sonderausstellung “Leben in der Dunkelheit”. Besucher mit und ohne Behinderung lernen die Vielfalt und die Fähigkeiten von Lebewesen kennen, die sich an ein Leben ohne Licht angepasst haben. Wichtigstes Thema in der Ausstellung mit 700 Ausstellungsobjekten, darunter 59 Medienstationen, 100 Tastmodelle und 34 Filme, ist die Anpassung an Dunkelheit und Lichtmangel.  “Die Inhalte der Ausstellung sind für alle Sinne erlebbar. Sehend, tastend, riechend und hörend kann der Besucher das Leben in der Dunkelheit entdecken”, erklärt Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Die LWL-Kulturdezernentin fährt fort: “Der LWL setzt sich schon seit Jahrzehnten für ein möglichst selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ein. Diese Sonderausstellung ist ein Beispiel für die führende Rolle des LWL auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.”

Riemenfisch_LWL-Steinweg

Bizarres Wesen der Tiefsee (Foto: LWL/Steinweg)

Leuchtende Tiere und bizarre Körper
Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks gibt einen Einblick, was die Besucher zu sehen bekommen: “Die Besucher erfahren, mit welchen Strategien und Anpassungsleistungen die Organsimen ihre jeweiligen Lebensräume besiedeln und lernen Blobfisch, Vampirfledermaus, Nacktmull, Beilbauch, Höhlenkäfer, Fußball- oder Bügeleisenfisch, Borstenmunder und Fettschwalm kennen.” Ausstellungsmacher und Wissenschaftler Dr. Jan Ole Kriegs hat mit seinen Kolleginnen Andrea Florez Jurado und Dr. Katharina Freyth-Weber seit August 2013 die Ausstellung vorbereitet. Als Einstimmung in die Ausstellung wird das Thema “Schlaf” vorgestellt. Präparate schlafender Tiere dienen als Beispiele für verschiedene Formen des Schlafes im Tierreich. Danach wird das eigentliche Thema “Dunkelheit” eingeführt, indem der Begriff erläutert und die zentralen Funktionen des Sonnenlichts erklärt werden. Der Großteil der Ausstellung geht auf natürliche, lichtferne, dunkle Lebensräume und deren Bewohner ein. Die einzelnen Ausstellungsbereiche wie Höhlen, Boden, Tiefsee und Nacht zeigen die Vielfältigkeit und Anpassungen des Lebens in der Finsternis. Viele der Anpassungen betreffen die Sinnesleistungen der Organismen, so dass sich Vergleiche zu den üblichen, das heißt dem Menschen zur Verfügung stehenden, Sinnen anbieten und in der Ausstellung auch gezeigt werden.

Unbekannte Tiefsee und dunkle Wälder

Eule_LWL-Steinweg

Waldbewohner (Foto: LWL/Steinweg)

Ausstellungsmacherin Andrea Florez Jurado erläutert: “In völliger Finsternis wie in Höhlen, der Tiefsee oder im Boden gibt es eine Vielzahl an meist unbekannten Organismen, vom Einzeller bis zum gigantischen Riesenkalmar oder dem Riemenfisch. Diese kleinen und großen Lebewesen zeigen wir in der Ausstellung. Wir stellen vor, wie das Überleben unter widrigen Lebensraumbedingungen möglich ist und welche körperlichen Besonderheiten es den Organsimen erlauben, diese Lebensräume zu besiedeln.” Während sich Tiere und Pflanzen im Laufe der Evolution durch besondere Attribute an die Dunkelheit angepasst haben, machte sich der Mensch zunächst das Feuer und schließlich das elektrische Licht zu Nutze, um sich die Finsternis und die Nacht zu erschließen. “Die Dunkelheit hat den Menschen von jeher fasziniert, aber auch erschreckt”, sagt Dr. Katharina Freyth-Weber und fährt fort: “Jeder kennt die unheimlichen Geräusche im Wald bei Nacht. Sie lassen einem trotz der Vertrautheit am Tag in der Nacht einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Woher kommt die Angst im Dunkeln? Die Ausstellung wirft einen Blick auf Mythen und Monster, die ihren Ursprung in der Dunkelheit fanden.”

Weitere Infos zur Ausstellung:  http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de

Mitglieder des Zoo-Vereins treffen sich am 08. November 2015 um 10:30 Uhr im Museums-Foyer. Der Besuch mit Führung kostet 6,50 Euro.

 

 

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