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Serie: Elefantenbaby unterwegs

08. Januar 2015

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Einen Tag nach ihrer schweren Geburt steht Elefantendame Corny zusammen mit ihren Elefanten-Freundinnen Ratna und Kanaudi auf der Innenanlage und frisst ein paar Rüben. “Corny geht es

Im Gespräch mit der Presse: Zoodirektor Jörg Adler.

Im Gespräch mit der Presse: Zoodirektor Jörg Adler.

gut, sie ist bloß ein bisschen schlapp”, sagt Reviertierpfleger Michael Adler. Mehr als 36 Stunden lag sie in den Wehen, das schlaucht auch einen gewichtigen Elefanten. Traurig soll sie nicht sein, über den Verlust ihres Jungtieres, so kurz nach der Geburt hat Corny noch keine Mutter-Kind-Bindung aufbauen können”, sagt Dr. Imke Lüders, Elefantenexpertin aus Hamburg.

Der Zoo schaut nun optimistisch in die Zukunft. Zoodirektor Jörg Adler ist sich sicher, dass Corny eine gute Mutter sein kann. In den nächsten drei Monaten soll sie wieder mit dem Bullen Alexander zusammenkommen. Und vielleicht klappt es ja dann mit dem Elefanten-Nachwuchs.

Update 14.01.2015: Statement des Zoodirektors zur Obduktion des Elefantenbabys: “Die bisherigen Ergebnisse der intensiven Obduktion des neugeborenen Elefanten im IZW in Berlin haben zumindest ein verwertbares Ergebnis: es lag keine Infektion mit dem gefürchteten Elefantenherpesvirus vor. Im Herpes-positiven Fall hätten wir überlegen müssen, ob eine weitere Zucht mit dieser Elefantenkuh noch sinnvoll ist. Allerdings haben wir leider auch keine Befunde, die uns zumindest einen Hinweis geben könnten, warum das Jungtier nicht gelebt hat. So bleiben nur Vermutungen (zu lange Austreibungsphase, ungünstige Lage des Kalbes u.a.), die aber reine Spekulation sind. Am Ende des Tages bleibt die Erkenntnis, dass die Natur nicht berechenbar ist, nicht im Lebensraum der Elefanten und auch nicht im Zoo.”

07.  Januar 2015

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21:21: Presseinfo vom Zoo: “Allwetterzoo Münster, 7.1.15: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben bei Corny erstmalig die Wehen eingesetzt. Der Geburtsvorgang dauerte länger als üblich, weil das Kalb ungünstig im Geburtskanal lag. Gegen Morgen hörten die Wehen auf, so dass die Pfleger mit Corny den Tag über ein Bewegungstraining machen konnten mit dem erhofften Ziel, dass das Kalb seine Lage leicht verändert.

Während der Geburt - die Fruchtblase kommt zuerst.

Während der Geburt – die Fruchtblase kommt zuerst.

Am späten Mittwochnachmittag wurde bei einem erneuten rektalen Ultraschall festgestellt, dass das Kalb tatsächlich weiter in den Geburtskanal eingedrungen war. Deshalb wurde medikamentös erneute Wehentätigkeit eingeleitet. Kurz darauf erfolgte die Geburt. Das weibliche Kalb kam aber bereits tot zur Welt. Untersuchungen im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin werden Aufschluss über die Todesursache geben.

Wir sind traurig über das tote Kalb! Allerdings sind wir sehr erleichtert darüber, dass es Corny gut geht. Auch hat sie sowohl während des Geburtsvorgangs wie auch nach der Geburt gezeigt, dass sie eine gute Mutter wäre.”
19:30: Cornys Baby stirbt bei der Geburt. Nach ersten Informationen soll es schwere Komplikationen gegeben haben. Wir sind traurig und wünschen den Mitarbeitern alles Gute!
13:34: Die Situation ist unverändert. Zoobesucher versuchen mit einem Blick durch die Tür die werdende Mutter zu erblicken – in der Regel ohne Erfolg.

10:36 Uhr: In der Nacht haben sich bei Elefantendame die ersten Wehen eingestellt. Das Elefantenhaus bleibt deswegen vorerst für Besucher geschlossen.

 

06. Januar 2015

Ultraschall von Anfang November. Wer ganz genau hinsieht, erkennt den Rüssel des Elefantenbabys.

Es wird langsam ernst, die Geburt des ersten Elefantenbabys in Münster seit 16 Jahren steht kurz bevor. „Cornys Hormonspiegel ist seit gestern extrem gesunken“, lautet die Aussage von Zootierarzt Carsten Ludwig bei der täglichen Sitzung am Montagmorgen (5.1.). „Sollte er weiterhin sinken, bedeutet dies, dass die Geburt kurz bevorsteht. Wir werden im Laufe des Tages eine weitere Blutprobe zur Uniklinik schicken und dann sehen wir weiter…“

Gegen 18 Uhr am selben Tag wusste der Zootierarzt mehr: Cornys Hormon­spiegel sank weiter! Grund genug für den Tierarzt aus dem Allwetterzoo seine Kollegin und Elefantenexpertin Dr. Imke Lüders aus Hamburg zu informieren, die zwischenzeitlich in Münster eingetroffen ist. Die vergangene Nacht war ruhig, doch das Elefanten-Geburtsteam im Allwetterzoo ist in „Alarmbereitschaft“. Am Dienstagmorgen (6.1.) sank der Spiegel weiter. Laut dem Tierärzteteam im Allwetterzoo bedeutet dies, dass die Geburt in den nächsten 48 Stunden zu erwarten ist.

 

29. Dezember 2014

Corny und Alexander_nah

Alexander (im Vordergrund mit Stoßzahn) ist ein stattlicher Elefantenbulle. Er kam 2011 zurück nach Münster. Mit seinen 36 Jahren hat er in den Niederlanden und Belgien bereits elfmal für elefantösen Nachwuchs gesorgt. Im Allwetterzoo lebt er als einziger Bulle zusammen mit fünf Kühen im 2013 eröffneten Elefanten-Park. „Somit kann auch nur er der Vater von Cornys Baby sein“, zwinkert Revierleiter Michael Adler. „Er versteht sich mit allen Kühen gut und verhält sich auch Corny gegenüber neutral. Besonderes Interesse zeigt er nur den Kühen gegenüber, die gerade im Östrus sind. So vergnügt er sich trotz trächtiger Corny auch gerne mal mit Ratna. Was vollkommen normal und auch gut ist“, erklärt Michael Adler. „Denn schließlich möchten wir ja, dass auch Ratna bald guter Hoffnung ist…“.

Im Allwetterzoo ist man sich übrigens ziemlich sicher, dass Cornys Trächtigkeit dem „Tapetenwechsel“ zu verdanken ist: Corny war mit zwei weiteren Kühen schon zum Jahreswechsel 2012/13 in den neuen Elefanten-Park umgezogen. Bis zum erfolgreichen Deckakt im März 2013 hatte sich auch Bulle Alexander in seinem neuen, großzügigen Zuhause eingelebt.

Bei Elefantendame Corny heißt es weiter gespanntes Warten: Kommt das Jungtier noch in diesem Jahr? Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

23. Dezember 2014

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Kurz vor Weihnachten geht es auch im Elefantenrevier besinnlich zu. Tierpfleger haben für Elefantendame Corny einen Weihnachtsbaum besorgt – gemeinsam haben sie ihn mit allerlei Leckereien geschmückt. Statt Weihnachtskugeln gibt es Äpfel, statt Sterne Weintrauben und

Weihnachtsbaum bestückt mit Leckereien

Weihnachtsbaum bestückt mit Leckereien

Stroh statt Lametta. Für Corny ist schon heute Bescherung, denn eigentlich ist der Baum behangen mit Leckereien, die normalerweise nicht auf ihrem Speiseplan stehen. Doch zu Weihnachten drücken Tierärzte und Pfleger einmal ein Auge zu: „Schließlich ist Corny nicht jedes Jahr zu Weihnachten trächtig“, erklärt Revierleiter Michael Adler. „Zudem ist sie topfit und kann sich die Nascherei heute erlauben“, ergänzt Zootierarzt Carsten Ludwig. Als besonderes Highlight darf Corny noch einen eigens für sie gebackenen XXL-Lebkuchen-Tannenbaum aus dem Zoorestaurant verdrücken. Der schmeckt übrigens Mensch und Tier.

Corny wirkt ruhig und ausgeglichen, von einer nahenden Geburt ist nichts zu spüren. “Wir haben heute nochmal ein aktuelles Ultraschall gemacht. Der Muttermund ist noch geschlossen. Es sieht also eher nach einem ruhigen Weihnachtsfest aus.”, sagt Tierärztin Johanna Kasberg. Auch die Hormonwerte von Corny sind unauffällig, das kann sich aber jeden Tag ändern. Auch Zoodirektor Jörg Adler geht eher von einer Geburt nach Weihnachten aus: “Wir hoffen in den nächsten Tagen erstmal auf die Geburt eines Giraffenbabys.” Giraffendame Makena erwartet nach Nala ihr zweites Jungtier, eigentlich ist sie schon fast eine Woche “überfällig”…

 

17. Dezember 2014

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„Corny ist topfit“, bestätigen Zootierarzt Carsten Ludwig und Doktorandin Johanna Kasberg aus dem Allwetterzoo. Die trächtige Elefantenkuh wird regelmäßig von den beiden untersucht: Wiegen, Ultraschall oder Blutabnahme stehen zum Beispiel auf dem Programm. „Corny macht das alles sehr gut mit, was nicht unbedingt selbstverständlich ist“, erklärt Ludwig. „Um diese Untersuchungen überhaupt machen zu können, haben unsere Pfleger jahrelang mit den Tieren gearbeitet und bestimmte Situationen einstu­diert. Schließlich können wir nicht einfach zum Elefanten sagen: ´Gleich pickst es ein wenig.  Ich nehme nur Blut ab, ist ganz schnell vorbei…´“.

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Verlauf des Hormonhaushaltes bei Corny

Dank des Trainings und der damit verbundenen Geduld bei Mensch und Tier können Tierärzte und Elefantenpfleger mittlerweile problemlos aus Cornys Ohr Blut entnehmen. Und das ist in Vorbereitung auf die anstehende Geburt wichtig. Denn mit der Blutprobe wird Cornys Hormonhaushalt kontrolliert. „Während der Trächtigkeit ist die Hormonkurve von Corny recht hoch. Fällt die Kurve heißt das, der Geburtstermin naht. Und kurz vor der Geburt fällt sie noch einmal stark. Es kann aber auch sein, dass die Kurve bis zur Geburt unverändert bleibt, das kam auch schon mal vor“, erklärt Johanna Kasberg. Daher wurden in den letzten zwei Wochen alle zwei Tage und ab heute (17.12.) dann täglich 5ml Blut aus Cornys Ohr entnommen. Untersucht wird die Probe von der benachbarten Universitätsklinik. „Das UKM liegt ja quasi bei uns um die Ecke, so dass die Probe recht schnell dort ist und wir auch binnen kürzester Zeit ein Ergebnis erhalten.“

Ob das Jungtier zu einem Christkind wird? – Es bleibt weiter spannend.

 

10. Dezember 2014

Totale quadr

Pediküre und Maniküre gehört bei vielen Münsteranerinnen und Münsteranern ebenso zum regelmäßigen Wohlfühlprogramm wie ein Friseurbesuch. Zum Friseur müssen die Elefanten im Allwetterzoo nicht, aber Wellness in Form von Fußpflege genießen sie regelmäßig und zwar an allen vier Füßen!

Mit schwerem Gerät rücken die Pfleger an

Mit schwerem Gerät rücken die Pfleger an

So auch die schwangere Corny, die jetzt noch einmal bevor ihr Kalb zur Welt kommt, eine entspannte Pediküre erhält. Mit kleiner Schere und Nagelfeile kommen die Elefantenpfleger bei den Rüsselträgern nicht weit. Sie benutzen einen Winkelschleifer (Handflex), Hufmesser sowie eine große Feile wie man sie aus dem Handwerk kennt. Pro Fuß brauchen die Pfleger ca. 30 Minuten. Die beiden Vorderfüße haben je fünf Nägel, die beiden hinteren je vier.

 

 

 

04. Dezember 2014

DEZ_9948_AKSSS_klAuch Elefanten müssen auf die Waage – auf eine Spezialwaage. Corny kennt das Prozedere schon, von ihren Pflegern angeleitet geht sie schnurstracks auf die große Holzplatte zu und lässt sich wiegen. Der Blick auf das Display zeigt: Zurzeit bringt die schwangere Elefantendame Corny rund 3,5 Tonnen auf die Waage. Das Baby wird bei der Geburt vermutlich zwischen 80 und 100 kg wiegen. Das ist im Verhältnis zu Cornys Gesamtgewicht recht wenig. Somit bekommt sie während ihrer Trächtigkeit auch keine Schwanger-Zusatz-Futterration für das Baby, sondern wie die anderen Kühe auch an die 100 kg Futter am Tag.

Süße Melone und Calcium zum Knochenaufbau

Süße Melone und Mineralpulver zum Knochenaufbau

Die Hauptnahrung setzt sich aus Gras, Heu und Baumästen sowie Äpfeln, Möhren, Gurken und anderem Saisongemüse zusammen. „Bei Corny achten wir zurzeit darauf, dass sie keine blähenden Gemüsearten wie zum Beispiel Kohl bekommt“, erklärt Revierleiter Michael Adler. „Damit die Elefanten über die Nacht beschäftigt sind, geben wir ihnen gerne Äste zu fressen. Diese zerstückeln sie mit ihren Füßen und sind somit eine längere Zeit über beschäftigt bis alles gefressen ist. Beim Heu und auch bei Gemüse ist das anders. Manchmal haben wir uns kaum umgedreht und schon ist die Hälfte verputzt“, schmunzelt Adler.

Eine Besonderheit gibt es in Cornys Ernährungsplan auf Anweisung von Zootierarzt Ludwig doch: „Eine trächtige Kuh benötigt viel Calcium für den Knochenaufbau des Kalbes und einen reibungslosen Geburtsablauf. Daher mischen wir ihr versteckt in einer leckeren, süßen Melone Mineralpulver unter…“

 

 

28. November 2014

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Der Zoo hat schon lange geschlossen, aber im Elefantenhaus brennt noch Licht. Elefantendame Corny steht zusammen mit Kanaudi und Ratna auf der Innenanlage, sie bekommen noch etwas Futter bevor sie schlafen. Corny ist im 22. Monat schwanger, die Geburt rückt immer näher. Eigentlich könnte es jeden Tag soweit sein. Der errechnete Geburtstermin des Elefantenbabys liegt zwischen Ende November und Anfang Februar.

Seit knapp zwei Wochen übernachten nun die Tierpfleger im Elefantenhaus und beobachten Elefantendame Corny – zur Sicherheit, denn: Geht die Geburt los, können Sie alles in Ruhe vorbereiten, Kollegen und Tierärzte informieren.

Reviertierpfleger Michael Adler schaut über den Überwachungsmonitor, ob alles in Ordnung ist.

Reviertierpfleger Michael Adler schaut über den Überwachungsmonitor, ob alles in Ordnung ist.

Fünf Pfleger teilen sich die Nachtwache. Heute ist Reviertierpfleger Michael Adler dran. Seine Schicht geht von 18:30 Uhr bis 8:30 Uhr am Folgetag. Alle ein bis zwei Stunden sieht er nach, ob bei Corny noch alles in Ordnung ist. In der Zwischenzeit kann er sich zurückziehen und schlafen. Als Rückzugsort dient ein kleines und gemütliches Schlafzimmer, dass der Zoo seinen Mitarbeitern hergerichtet hat. Über einen Monitor kann Adler das Treiben auf der Elefantenanlage verfolgen. Zwei Überwachungskameras filmen Corny Tag und Nacht. Und hoffentlich auch bald die Geburt des Elefantenbabys…

 

19. November 2014

 

Foto: Oliver Werner

Foto: Oliver Werner

Noch eine Woche, dann kann Cornys Baby jeden Tag auf die Welt kommen. Der Geburtstermin liegt zwischen dem 28. November und Anfang Februar. Bloß, wann es genau kommt – schwierig vorherzusagen (vgl. Eintrag vom 05. November 2014).

Nicht nur Menschen bereiten sich mit Schwangerschaftsgymnastik auf die nahende Geburt vor – auch Elefantendame Corny versucht sich fit zu halten. Mehrmals in der Woche trainiert sie mit ihren Pflegern bestimmte Positionen, die ihr die Geburt später erleichtern sollen.

Am Mittwoch bekam Corny Unterstützung von den Volleyballerinnen des USC Münster. Morgens hatten die Spielerinnen selbst noch eine Trainingseinheit  absolviert, mittags informierte Zoodirektor Jörg Adler dann die Volleyballerinnen Linda Dörendahl, Alisha Ossowski, Irina Kemmsies und Trainer Axel Büring über die tierischen Trainingsmethoden und deren Bedeutung. „Wir legen großen Wert auf das regelmäßige Training und den guten Fitnesszustand von Corny, dies kann nur Vorteile für die Geburt haben“ erklärt Adler.

 

12. November 2014

Stahlseile zur räumlichen Trennung.

Stahlseile zur räumlichen Trennung.

Zum Geburtsvorbereitungsmanagement gehört auch die Umgestaltung der Schlafgemächer der Elefanten. Bulle und werdender Vater Alexander übernachtet wie gehabt in seinem neuen Bullenstall im Elefanten-Park. Die fünf Kühe Tefi, Rada, Corny, Ratna und Kanaudi, übernachten im Elefantenhaus, allerdings getrennt voneinander: Tefi und Rada teilen sich den früheren Bullentrakt. Corny, Ratna und Kanaudi nächtigen auf der Elefantenplattform, die man auch vom Besucherbereich einsehen kann. Seit dieser Woche ist Cornys Schlafgemach allerdings durch Stahlseile räumlich von den anderen beiden getrennt worden. „So hat sie weiterhin visuellen Kontakt zu Ihren Freundinnen, in der Nacht aber ihre Ruhe“, erklärt Kurator Dr. Dirk Wewers„Die räumliche Trennung ist zudem notwendig, um einen sicheren Verlauf der Geburt zu gewährleisten.“

Tierpfleger befestigen die Stahlseile

Tierpfleger befestigen die Stahlseile

Ergänzend weiß Revierleiter Michael Adler von den Erfahrungen der letzten Elefanten-Geburt zu berichten: „Ratna und Kanaudi geben Corny zwar Sicherheit und Ruhe. Wenn die Geburt aber losgeht, werden wir Kanaudi in einen Nebenstall bringen. 1999 bei Dinas Baby sollte Kanaudi auch zuschauen, musste aber vom Tierarzt mit Beruhigungsmitteln versorgt werden, da sie zu sehr mit der Gebärenden gelitten hatte! Das wollen wir dieses Mal vermeiden. Wie Ratna reagiert, wissen wir nicht. Daher ist es wichtig, dass auch sie gegebenenfalls in einen Nebentrakt gebracht werden kann.“

 

5.November 2014

Corny beim Ultraschall

Corny beim Ultraschall

Elefantendame Corny steht vollkommen entspannt im Mittelgang der Elefanten-Innenanlage. Die Tierpfleger drumherum verwöhnen sie mit Leckerlis. Corny ist im 20. Monaten schwanger. Es ist ihre erste Schwangerschaft – und die erste im Allwetterzoo nach 15 Jahren. Das erste Jungtier in Münster starb damals aufgrund einer Infektion nur wenige Stunden nach der Geburt. Bei Corny soll es diesmal besser laufen.

Wer ganz genau hinsieht, erkennt den Rüssel des Elefantenbabys.

Wer ganz genau hinsieht, erkennt den Rüssel des Elefantenbabys.

Tierarzt Carsten Ludwig ist mittlerweile täglich zu Gast im Elefantenrevier. Blutproben zur Bestimmung der Hormonwerte müssen genommen werden. Denn: Fällt der Progesteron-Wert, könnte das ein Anzeichen auf die nahende Geburt sein. Bisher gibt Elefantendame Corny dazu aber keinen Anlass. Auch die alle zwei Wochen stattfindenden Ultraschall-Untersuchungen nimmt sie gelassen. Kurz vor der heißen Geburtsphase wird der Ultraschall täglich wiederholt.

“Es sieht alles wunderbar aus. Corny ist kerngesund. Auf dem Ultraschall erkenne ich den Rüssel des Fötus. Der Herzschlag ist kräftig und regelmäßig. Auch das Fruchtwasser ist schön dunkel gefärbt und gibt keinerlei Hinweise auf einen Infekt.”, sagt Tierarzt Carsten Ludwig.

Die Vorbereitungen auf die nahende Geburt laufen schon seit vielen Wochen. Um Corny Ruhe von den anderen Elefanten zu gönnen schläft sie seit kurzem alleine in der großen Innenanlage. Während der Geburt soll ihr aber Elefantendame Ratna aus einem abgetrennten Bereich Gesellschaft leisten.

Ab sofort lesen Sie hier jede Woche neue Infos über Elefantendame Corny.