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Zoodirektor Wilms: Erster Arbeitstag im Allwetterzoo

Published on 5. Januar 2016 under Aktuelles
Zoodirektor Wilms: Erster Arbeitstag im Allwetterzoo

An ruhige Büroarbeit war für den neuen Direktor des Allwetterzoos, Dr. Thomas Wilms, an seinem ersten Arbeitstag nicht zu denken. Statt entspanntem Einarbeiten warteten Pressefotos und jede Menge Interviews auf den gebürtigen Rheinland-Pfälzer. Auf seiner ersten offiziellen Zoorunde wurde Thomas Wilms von einem Kamerateam des WDR begleitet, vor der Zooverwaltung präsentierte sich Wilms mit Mitgliedern des Zoo-Vereins und der Abendgesellschaft Zoologischer Garten den Fotografen.

Willkommens-Geschenk des Zoo-Vereins: eine Buttercreme-Torte

Willkommens-Geschenk des Zoo-Vereins: eine Buttercreme-Torte

Zoo-Verein überreicht Torte

Der Vorstand des Zoo-Vereins überreichte Thomas Wilms zu seinem ersten Arbeitstag eine große Buttercreme-Torte – verziert mit Bruno, dem Maskottchen des Vereins. Zum Herunterspülen gab es einen Schluck „Löwenurin“, original westfälischer Schnaps.

Wilms kündigt Masterplan an

Die ersten 100 Tage im Amt will Thomas Wilms nutzen, um mit möglichst vielen Mitarbeitern zu sprechen und den Zoo kennenzulernen. Im Anschluss will er einen Masterplan ausarbeiten und den Zoo für die Zukunft rüsten. „Sicherlich wird es auch Änderungen im Tierbestand geben und die ein oder andere neue Art nach Münster kommen.“, sagt Wilms ohne dabei genauer zu werden. Konkret wird Wilms an anderer Stelle: „Wir müssen dringend das Haus der Menschenaffen umbauen. Und auch die Giraffen brauchen in Zukunft mehr Platz.“ Um die künftigen Arbeiten zu finanzieren ist der Zoo auf die Hilfe des Zoo-Vereins und engagierter Spender angewiesen. Hier geht es zum Spendenaufruf: www.zooverein-muenster.de/aktivitaeten/ oder direkt www.zooverein-muenster.de/online-spende/

Im Februar stellt sich Wilms im Rahmen einer Veranstaltung des Zoo-Vereins offiziell den Mitgliedern vor.

((Titelbild: Christoph Matzke))

 

Neuer Zoodirektor wird Vereinsmitglied

Published on 17. November 2015 under Aktuelles

Der Vorstand des Zoo-Vereins hat am Wochenende den künftigen Zoodirektor Dr. Thomas Wilms in Frankfurt besucht. Bei einem gemeinsamen Rundgang hat er seine Mitgliedschaft im Zoo-Verein angekündigt.

Übergabe des Mitgliedsantrags (v.l.n.r.) Dr. Thomas Wilms und Helge Peters, Vorstandsvorsitzender des Zoo-Vereins

Übergabe des Mitgliedsantrags an unseren Vorstandsvorsitzenden Helge Peters.

Die Anträge waren bereits ausgefüllt und sorgfältig in einer Klarsichtfolie verstaut. Münsters künftiger Zoodirektor Dr. Thomas Wilms und seine Lebensgefährtin Agnes Pfister haben in Anwesenheit des Vorstands des Zoo-Vereins ihre Mitgliedschaft angekündigt. Sie sind damit Mitgliedsnummer 8.601 und 8.602. „Der enge Kontakt zum Zoo-Verein ist mir wichtig“, erklärt Thomas Wilms. Gemeinsam wolle man in Zukunft die wichtigen Themen im Allwetterzoo angehen.

Zuvor führte Wilms die zehnköpfige Gruppe aus Münster durch seine bisherige Wirkungsstätte, den Frankfurter Zoo. Besonderes Highlight war ein Blick hinter die Kulissen im Nachttierhaus, wo der Zoo-Vereins-Vorstand aus Münster auf Erdferkel, Springhase und Fingertier traf. Im Anschluss konnten bereits erste Ideen und Themen für den Allwetterzoo ausgetauscht werden.

„Wir freuen uns, die erfolgreiche Arbeit zwischen Verein und Geschäftsführung weiter fortzusetzen. Mit Dr. Thomas Wilms haben wir einen sehr engagierten und fachlich- versierten Wissenschaftler an der Spitze des Zoos.“, sagt Vorstandsvorsitzender Helge Peters.

Dr. Thomas Wilms beginnt am 4. Januar 2016 seine Arbeit als Zoodirektor.

 

Ausstellung: Wildlife Photographer of the Year

Published on 15. November 2015 under Aktuelles
Ausstellung: Wildlife Photographer of the Year

Das Westfälische Pferdemuseum im Allwetterzoo Münster zeigt vom 28.11.2015 – 03.04.2016 die bedeutendsten Naturfotografien des Jahres 2015. In einer großen Ausstellung zeigt das Pferdemuseum als erstes deutsches Museum die hundert Siegerbilder des weltweit größten und bedeutendsten Wettbewerbs für Naturfotografie, ausgerichtet vom Natural History Museum in London.

"Die Geschichte zweier Füchse." Foto: Don Gutoski.

„Die Geschichte zweier Füchse.“ Foto: Don Gutoski

Für den diesjährigen Titel „Wildlife Photographer of the Year“ bewertete eine fachkundige Jury rund 42.000 Einsendungen aus 96 Ländern. Das Ergebnis lässt sich sehen: Die Bilder zeigen einzigartiges Verhalten, wilde und dramatische Landschaften und Motive, die zum Nachdenken anregen. Ob schlafende Bartrobbe, kämpfende Warane oder zarte Falter in einer Blumenwiese: So unterschiedlich die Fotos auch sein mögen – sie alle dokumentieren die Vielfalt, Schönheit und Zerbrechlichkeit unserer Erde. Sie führen dem Betrachter vor Augen, dass Naturfotografie ein eigenes Genre ist, das nicht nur tolle Bilder liefert, sondern Fotos mit Aussage, die etwas über den Zustand der Welt verraten.

Gesamtsieger und damit „Wildlife Photographer of the Year 2015“ wurde der kanadische Fotograf Don Gutoski. Sein Bild „Die Geschichte zweier Füchse“ zeigt das blutige Ende eines Kampfes zwischen zwei Füchsen im Wapusk National Park im Norden Kanadas. Hier überlappen sich die Lebensräume von Rotfuchs und Polarfuchs, wodurch es immer wieder zu konfliktreichen Begegnungen der beiden Arten kommt.

"Wanderer im Schatten." Foto: Richard Peters

„Wanderer im Schatten.“ Foto: Richard Peters

"Stillleben" Foto: Edwin Giesbe

„Stillleben“ Foto: Edwin Giesbe

Die Ausstellung ist kostenlos. Lediglich der Zooeintritt ist für Nicht-Mitglieder des Zoo-Vereins zu entrichten.

 

Rahmenprogramm:

Dienstag, 23. Februar 2016
Klaus Tamm: Mit der Linse malen

Mit künstlerisch anmutenden Fotografien durchleuchtet der Vortrag verschiedene europäische Naturräume im Verlauf der vier Jahreszeiten. Hierbei legt Klaus Tamm den Schwerpunkt auf Pflanzen- und Vogelfotografie, bringt dem Publikum aber auch das Reich der Insekten näher.

Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt: 5,- Euro


Samstag, 12. März 2016 und Sonntag, 13. März 2016
UND

Samstag, 19. März 2016 und Sonntag, 20. März 2016 (zweiter Termin!)

Michael Lohmann: Auf dem Weg zu besseren Bildern – Tierfotografie im Allwetterzoo

Die Siegerbilder in der Ausstellung „Wildlife Photographer of the Year“ zeigen naturfotografische Darstellungen auf Weltklasseniveau. Sie ziehen den Betrachter emotional in ihren Bann. Wie schaffen die Fotografen es, mit Mitteln der Bildgestaltung, unter Berücksichtigung von Licht und Schatten, im bewussten Spiel von Schärfe und Unschärfe, Werke in solcher Intensität zu komponieren? Im Allwetterzoo üben die Kursteilnehmer an diesem Wochenende, selber aussagestarke und berührende Bilder von Tieren zu erschaffen, dies kann später bei der Tierfotografie „draußen“ helfen. Michael Lohmann gibt Anregungen, wie gute Porträts entstehen oder wie eine dynamische Bewegung zwischen zwei Tieren eingefangen werden kann. Weiterhin lädt er ein zum Experiment mit künstlerischen, z. B. abstrakten Darstellungsweisen.

Zweitägiger Foto-Workshop mit Michael Lohmann
6 bis max. 12 Teilnehmer, Teilnahmegebühr: 190,- Euro
Ort: Westfälisches Pferdemuseum und Allwetterzoo

Anmeldung erforderlich unter:
Tel.: 0251-484270 oder Email: info@pferdemuseum.de

(Text: Westfälisches Pferdemuseum; Titelbild: Der Flug der Roten Sichler (c) Jonathan Jagot)

Besuch der Ausstellung „Leben in der Dunkelheit“

Published on 15. Oktober 2015 under Aktuelles
Besuch der Ausstellung „Leben in der Dunkelheit“

Am 08. November 2015 besucht der Zoo-Verein die neue Sonderausstellung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster. Eine Museumsmitarbeiterin wird durch die Ausstellung führen. Und das erwartet die Mitglieder:

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Ausstellungsbereich (Foto: LWL/Steinweg)

1.2000 Quadratmeter zum Thema Dunkelheit

(lwl) Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt vom 22. Mai 2015 bis zum 29. Mai 2016 die neue Sonderausstellung „Leben in der Dunkelheit“. Besucher mit und ohne Behinderung lernen die Vielfalt und die Fähigkeiten von Lebewesen kennen, die sich an ein Leben ohne Licht angepasst haben. Wichtigstes Thema in der Ausstellung mit 700 Ausstellungsobjekten, darunter 59 Medienstationen, 100 Tastmodelle und 34 Filme, ist die Anpassung an Dunkelheit und Lichtmangel.  „Die Inhalte der Ausstellung sind für alle Sinne erlebbar. Sehend, tastend, riechend und hörend kann der Besucher das Leben in der Dunkelheit entdecken“, erklärt Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Die LWL-Kulturdezernentin fährt fort: „Der LWL setzt sich schon seit Jahrzehnten für ein möglichst selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderungen ein. Diese Sonderausstellung ist ein Beispiel für die führende Rolle des LWL auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft.“

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Bizarres Wesen der Tiefsee (Foto: LWL/Steinweg)

Leuchtende Tiere und bizarre Körper
Museumsdirektor Dr. Alfred Hendricks gibt einen Einblick, was die Besucher zu sehen bekommen: „Die Besucher erfahren, mit welchen Strategien und Anpassungsleistungen die Organsimen ihre jeweiligen Lebensräume besiedeln und lernen Blobfisch, Vampirfledermaus, Nacktmull, Beilbauch, Höhlenkäfer, Fußball- oder Bügeleisenfisch, Borstenmunder und Fettschwalm kennen.“ Ausstellungsmacher und Wissenschaftler Dr. Jan Ole Kriegs hat mit seinen Kolleginnen Andrea Florez Jurado und Dr. Katharina Freyth-Weber seit August 2013 die Ausstellung vorbereitet. Als Einstimmung in die Ausstellung wird das Thema „Schlaf“ vorgestellt. Präparate schlafender Tiere dienen als Beispiele für verschiedene Formen des Schlafes im Tierreich. Danach wird das eigentliche Thema „Dunkelheit“ eingeführt, indem der Begriff erläutert und die zentralen Funktionen des Sonnenlichts erklärt werden. Der Großteil der Ausstellung geht auf natürliche, lichtferne, dunkle Lebensräume und deren Bewohner ein. Die einzelnen Ausstellungsbereiche wie Höhlen, Boden, Tiefsee und Nacht zeigen die Vielfältigkeit und Anpassungen des Lebens in der Finsternis. Viele der Anpassungen betreffen die Sinnesleistungen der Organismen, so dass sich Vergleiche zu den üblichen, das heißt dem Menschen zur Verfügung stehenden, Sinnen anbieten und in der Ausstellung auch gezeigt werden.

Unbekannte Tiefsee und dunkle Wälder

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Waldbewohner (Foto: LWL/Steinweg)

Ausstellungsmacherin Andrea Florez Jurado erläutert: „In völliger Finsternis wie in Höhlen, der Tiefsee oder im Boden gibt es eine Vielzahl an meist unbekannten Organismen, vom Einzeller bis zum gigantischen Riesenkalmar oder dem Riemenfisch. Diese kleinen und großen Lebewesen zeigen wir in der Ausstellung. Wir stellen vor, wie das Überleben unter widrigen Lebensraumbedingungen möglich ist und welche körperlichen Besonderheiten es den Organsimen erlauben, diese Lebensräume zu besiedeln.“ Während sich Tiere und Pflanzen im Laufe der Evolution durch besondere Attribute an die Dunkelheit angepasst haben, machte sich der Mensch zunächst das Feuer und schließlich das elektrische Licht zu Nutze, um sich die Finsternis und die Nacht zu erschließen. „Die Dunkelheit hat den Menschen von jeher fasziniert, aber auch erschreckt“, sagt Dr. Katharina Freyth-Weber und fährt fort: „Jeder kennt die unheimlichen Geräusche im Wald bei Nacht. Sie lassen einem trotz der Vertrautheit am Tag in der Nacht einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Woher kommt die Angst im Dunkeln? Die Ausstellung wirft einen Blick auf Mythen und Monster, die ihren Ursprung in der Dunkelheit fanden.“

Weitere Infos zur Ausstellung:  http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de

Mitglieder des Zoo-Vereins treffen sich am 08. November 2015 um 10:30 Uhr im Museums-Foyer. Der Besuch mit Führung kostet 6,50 Euro.

 

 

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Zoo-Verein“

Published on 1. Oktober 2015 under Aktuelles
„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Zoo-Verein“

Im Sommer haben sich die beiden Gesellschafter des Zoos, Zoo-Verein und Stadt Münster, auf einen neuen Zoodirektor geeinigt. Dr. Thomas Wilms soll im kommenden Jahr die Nachfolge von Jörg Adler antreten. Aktuell arbeitet der promovierte Zoologe als stellvertretender Direktor im Zoo Frankfurt. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Zoo-Verein hat sich Thomas Wilms zu seinen Plänen im Allwetterzoo geäußert.

Zoo-Verein: Thomas Wilms, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum neuen Zoodirektor des Allwetterzoos. In wenigen Monaten treten Sie Ihre neue Dienststelle an. Worauf freuen Sie sich, wenn Sie an Münster denken, besonders?

Zunächst einmal freue ich mich auf den Zoo und auf die Mannschaft, die mich da erwartet. Ein paar der zukünftigen Kollegen kenne ich ja bereits. Das ist auf jeden Fall ein Team, das hochmotiviert ist und eine hohe fachliche Qualität und Kompetenz mitbringt. Ich freue mich natürlich auch auf die Tiere, vor allem auf die Menschenaffen, denn Gorillas zählen zu meinen Lieblingstieren. Und dann freue ich mich natürlich auf die Stadt, die ich seit meiner Kindheit kenne. Mein Vater kommt aus Münster, und noch heute wohnen mein Onkel und meine Tante, sowie Cousins und Cousinen von mir in Münster.

Zoo-Verein: Der Umzug nach Münster ist für Sie also kein Schritt ins große Unbekannte?

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Gorillas gehören zu seinen Lieblingstieren

Nein. Ich fremdle mit der Stadt überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Münster hat einen Reiz. Ich bin aufgewachsen in der Pfalz, bin jetzt die letzten acht Jahre in Frankfurt gewesen und muss sagen, der Schritt nach Münster ist so ein bisschen wie heimkommen. Münster hat etwas von der Heimeligkeit, die ich aus der Pfalz kenne und das ist eine schöne Aussicht.

Zoo-Verein: Wenn Sie als Kind in Münster Ihre Verwandten besucht haben, haben Sie häufig den Zoo besucht. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Also ich kann mich dran erinnern, dass ich als Vier- oder Fünfjähriger das erste Mal im Zoo war. Da habe ich aber nur noch ganz verschwommene Erinnerungen dran. Woran ich mich gut erinnere, waren die Besuche im Alter von sechs oder sieben Jahren, wenn ich zur Oma nach Münster gekommen bin. Dann war der Zoo der Hauptact. Ich wurde morgens von meinen Eltern in den Zoo gefahren und hatte dann den ganzen Tag Zeit mich im Zoo umzuschauen. Abgeholt wurde ich erst am späten Nachmittag. Von daher kann ich auch so ein wenig die Entwicklung des Zoos beurteilen. In Münster ist in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet worden. Die Erinnerungen an den „Betonzoo“ sind in vielen Köpfen ja noch vorhanden, aber das ist ja mittlerweile in vielen Bereichen so gut gelöst, dass man darüber eigentlich gar nicht mehr reden sollte.

Zoo-Verein: Dennoch werden Sie an der einen oder anderen Stelle im Zoo bestimmt nochmal Hand anlegen. In welchen Bereichen muss sich der Allwetterzoo noch verbessern?

So richtig große Probleme sehe ich ehrlichgesagt nicht. Der Zoo hat ein extrem gutes Standing, er ist sauber und gepflegt. Die Tierhaltung ist auf einem hohen Niveau. Es gibt so ein paar kleine Stellschrauben, an denen ich drehen würde: Den Tierbestand würde ich gerne ein bisschen neu ordnen. Dazu gehört auch eine geographische Ordnung der Tiere. Was ich besonders wichtig finde ist, dass das Artenschutzengagement des Zoos sich auf einem so hohen Niveau befindet. Mir gefällt das Engagement vor Ort in Asien und auch die Erhaltungszucht seltener asiatischer Schildkröten im Zoo. Ich denke, es ist kein Geheimnis, dass ich von meiner Ausbildung her aus dem Bereich der Reptilien komme, von daher sind die Schildkröten sicherlich auch ein Thema, das fortgeführt und ausgebaut werden sollte.

Zoo-Verein: Der Artenschutz liegt Ihnen also auch sehr am Herzen?

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Thomas Wilms freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Zoo-Verein

Ich denke wir müssen als Zooleute überlegen, warum wir Tiere halten. Das hat natürlich den Hintergrund, dass wir Menschen an die Natur heranbringen wollen, dass wir Menschen naturwissenschaftlich bilden wollen, dass wir aber auch die Tierarten als Botschafter für ihre freilebenden Artgenossen nutzen. Wenn man dann noch weitergehen kann und über die Erhaltungszucht Artenschutzprogramme koordinieren kann, dann ist das natürlich optimal.

Zoo-Verein: Was ist der größte Unterschied zu Ihrem jetzigen Heimatzoo, dem Frankfurter Zoo?

Der Münsteraner Zoo ist ein Flächenzoo und hat fast 30 Hektar. Frankfurt hingegen ist ein kleiner Innenstadtzoo mit elf Hektar. Von der Ausrichtung her haben wir in Frankfurt viele Häuser, die eine lange Aufenthaltsmöglichkeit im Zoo generieren, so zum Beispiel das Grzimekhaus, wo wir eine Menge nachtaktiver Arten halten, z.B. Erdferkel, Quolls, Schnabeligel. In Münster wirken hingegen eher die Fläche und die Außengehege. Die Häuser rücken dabei in den Hintergrund.

Zoo-Verein: Sie haben es bereits angedeutet: Sie sind Reptilienfan. Werden wir in Münster also künftig auch mehr Schlangen und Echsen sehen?

Mir geht es nicht darum irgendwelche Lieblingstiere in den Zoo zu holen. Für mich stellt sich eher die Frage: Welche Rolle und welche Aufgabe hat eine bestimmte Art im Zoo? Das heißt: Was wollen wir damit zeigen? Welche Bildungsaufgabe wollen wir mit der Art verbinden? Hat die Art Artenschutzrelevanz? Und dann spielt natürlich auch noch eine Rolle: Was kostet denn die Haltung dieser Art? Wenn sich nun eine neue Reptilienart anbietet, würde ich mich natürlich nicht dagegen sträuben (lacht). Aber: Es wird sicherlich Änderungen im Tierbestand geben, die werden aber eher behutsam sein – kleine Justierungen. Im Bereich der kleineren und mittelgroßen Arten gibt es sicherlich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, den Tierbestand noch einen Tick attraktiver zu machen.

Zoo-Verein: Wir engagieren uns als Förderverein bereits seit 1871 für den Zoo in Münster. Zuletzt haben wir den Bau des Elefantenparks mit 250.000 Euro gefördert. In Ihren bisherigen Stationen als Zoologe hatten Sie aber noch nicht mit einem Förderverein zu tun.

Foto: Etzkorn

Foto: Helmut Etzkorn

Das stimmt. Einen Förderverein haben wir im Zoo Frankfurt nicht. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt war zwar ursprünglich auch Zooförderverein, hat aber in den letzten Jahrzehnten ihren Schwerpunkt in den internationalen Natur- und Artenschutz verlagert. Der Zoo-Verein ist von daher für mich etwas neues, da freue ich mich auch drauf. Als Förderverein ist er aus meiner Sicht ein sehr sehr wichtiger und starker Partner. Wenn ich nicht ganz falsch informiert bin, sind mittlerweile rund 8.000 Menschen Mitglied im Zoo-Verein und das ist natürlich ganz schöner Rückenwind. Das zeigt, dass ein großes Interesse in Münster und Umgebung vorhanden ist. Ich freue mich drauf, mit den Mitgliedern in Austausch zu treten und gemeinsam mit dem Verein zusammen zu arbeiten.

Zoo-Verein: Herr Wilms, vielen Dank für das Gespräch!

Direktorensuche: „Thomas Wilms wäre geeigneter Nachfolger für Jörg Adler“

Published on 31. August 2015 under Aktuelles
Direktorensuche: „Thomas Wilms wäre geeigneter Nachfolger für Jörg Adler“

Der Zoo-Verein Münster hat sich als Hauptanteilseigner des Allwetterzoos Münster einvernehmlich auf einen Nachfolger für Zoodirektor Jörg Adler geeinigt. Der Biologe Dr. Thomas Wilms, bislang stellvertretender Direktor im Zoo Frankfurt, soll nach Wunsch des Vorstands künftig die Geschicke an der Sentruper Höhe als Geschäftsführer leiten. Damit unterstreicht der Verein die Entscheidung des Aufsichtsrates vom heutigen Montag (31. August).

Helge Peters

Helge Peters

Helge Peters, Vorstandsvorsitzender des Zoo-Vereins, dazu: „Mit der Wahl von Dr. Thomas Wilms haben wir die Möglichkeit einen ausgewiesenen Wissenschaftler und erfahrenen Zoomann an die Spitze des Allwetterzoos zu bringen. Wir hoffen, dass Herr Dr. Wilms seinen großen Erfahrungsschatz in Münster zum Einsatz bringt und den Weg für eine erfolgreiche Zukunft des Allwetterzoos ebnet.“

Gleichzeitig macht der Zoo-Verein darauf aufmerksam, dass das heutige Votum des Aufsichtsrates noch keine endgültige Entscheidung darstellt. „Zunächst muss der Rat der Stadt Münster die Wahl von Dr. Thomas Wilms als Zoodirektor empfehlen. In einer abschließenden Gesellschafterversammlung, bestehend aus Zoo-Verein und Stadt Münster, wird endgültig über einen Nachfolger für Jörg Adler entschieden.“, sagt Helge Peters.

Nicht glücklich zeigt sich der Verein darüber, dass bereits im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung am Montag (31. August) der Name des Direktorenkandidaten bekannt gegeben wurde. Politik und Verein hatten sich auf Stillschweigen geeinigt.

 

Wir suchen Sie!

Published on 9. Juli 2015 under Aktuelles
Wir suchen Sie!

Zur Unterstützung der

Zoolotterie

suchen wir ehrenamtliche Mitarbeiter.

Sie können sich vorstellen, unser Team in den Bereichen

• Sponsorensuche und –betreuung
• Lagerlogistik
oder
• Terminorganisation

zu unterstützen? Sie haben Interesse oder noch weitere Fragen?

Dann melden Sie sich bis bei Rainer Berg, E-Mail: rainer-berg@t-online.de

Natürlich freuen wir uns auch über weitere Losverkäufer, die uns bei den Lotterie-Terminen unterstützen.

Neue Ausgabe des Flamingos

Published on 24. Juni 2015 under Aktuelles

Flamingo 2/15 folgt in Kürze

Traditionell erscheint zwei mal im Jahr unser Info-Journal „der flamingo“ für alle Mitglieder des Zoo-Vereins. Die neue Ausgabe 2/2015 befindet sich aktuell in der Endproduktion und liegt mit etwas Glück schon in wenigen Tagen in den heimischen Briefkästen.

Neues Titel-Design

Nachdem wir bereits mit der Ausgabe 1/2014 dem Flamingo in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Diana Blach ein neues, ansprechendes Design verpasst haben, erscheint nun auch ein rundum erneuertes Logo. Unser neuer Flamingo ist ein Linolschnitt des englischen Künstlers Christopher Wormell und ersetzt damit den „bunten Vogel“ von Oliver Hartmann.

Spannende Themen

Neben allen Terminen für das zweite Halbjahr gibt es unter anderem folgende Themen:

– Erfolgreiches Jahr 2014: Zeit für eine Bilanz

– Rekord-Jahr 2015: Ergebnisse der zehnten Zoolotterie

– Abschieds-Jahr: Alles zum Abschied der Schimpansen

 

Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

Ausverkauft: Jubiläumslotterie vorzeitig beendet

Published on 25. Mai 2015 under Aktuelles
Ausverkauft: Jubiläumslotterie vorzeitig beendet

Die zehnte Zoolotterie des ZooVereins war eine Lotterie der Rekorde: Mit 30.000 Losen wurden so viele Lose wie noch nie verkauft – une das so schnell wie noch nie. Nur rund sieben Wochen haben die ehrenamtlichen Helfer gebraucht bis am Pfingstsonntag um 16:29 Uhr das letzte Los verkauft wurde.

Zu gewinnen gab es in diesem Jahr unter anderem das Rennrad des Zoodirektors Jörg Adler, Gutscheine, Kuscheltiere und mehr.

Organisator Rainer Berg: „Mein Dank gilt allen Beteiligten, die in diesem Jahr zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.“

Ein ausführlicher Bericht zur diesjährigen Zoolotterie folgt in der neuen Ausgabe des Flamingos.

Wir freuen uns mit Frau Günnewig aus Ahlen, sie hat unseren Hauptgewinn am Sonntag in Hiltrup gezogen: Das Rennrad von Zoodirektor Jörg Adler. 🙂

Posted by Zoo-Verein Münster on Montag, 18. Mai 2015

Auch heute sind wir von der Zoolotterie noch beim Hiltruper Frühlingsfest. Kommt uns doch besuchen...wir haben auch noch viele tolle Gewinne :)! Hier ein paar Impressionen von gestern:

Posted by Zoo-Verein Münster on Sonntag, 17. Mai 2015

Am Wochenende gibt es wieder Giraffen, Fahrräder und Co. zu gewinnen: Wir sind Samstag und Sonntag mit der Zoolotterie...

Posted by Zoo-Verein Münster on Freitag, 15. Mai 2015

+++Achtung: Junge Giraffe auf Münsters Straßen gesichtet+++http://zooverein-muenster.de/giraffe-auf-muensters-strassen-gesichtet/

Posted by Zoo-Verein Münster on Samstag, 2. Mai 2015

Auch wir von der Lotterie sind heute am Zoo. Der Hauptpreis ging noch nicht weg.

Posted by Zoo-Verein Münster on Sonntag, 26. April 2015

Berühmte Schimpansen-Forscherin: Jane Goodall in Münster

Published on 22. Mai 2015 under Aktuelles
Berühmte Schimpansen-Forscherin: Jane Goodall in Münster

Sie ist die wohl bekannteste Primatenforscherin unserer Zeit. Dr. Jane Goodall, geboren 1934, studierte fast 30 Jahre lang in Afrika das Verhalten von Schimpansen.  Ihre Erkenntnisse revolutionierten das Bild des Menschen von sich selbst. Im Juni kommt sie nun zu zwei Veranstaltungen nach Münster.

Jane Goodall Jovel

Zu Gast im Jovel

Spannende Erkenntnisse

1965 konnte sie aufgrund einer Ausnahmegenehmigung auch ohne vorheriges Studium ihre Promotion an der Universität Cambridge abschließen. Die Ergebnisse ihrer Doktorarbeit über das Familien‐ und Sozialverhalten der Schimpansen widerlegten sowohl die vorherrschende Meinung in der Wissenschaft, dass nur Menschen Werkzeuge benutzen und herstellen können, als auch die Annahme, dass Schimpansen Vegetarier seien. Jane Goodall konnte zudem nachweisen, dass Schimpansen wie wir Menschen auch, von Gefühlen und Emotionen gesteuert werden und, dass sie sogar in der Lage sind, Kriege zu führen.

Engagement zum Schutz der Schimpansen

In den USA gründete die Forscherin 1977 das „Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation“, um den Schutz der Schimpansen in Tansania, sowie ihre Forschungstätigkeiten finanziell und organisatorisch auf ein solides Fundament zu stellen.

Jane_Goodall Stadtwerke Poster

Abends zu Gast bei den Stadtwerken

Mittlerweile ist das Institut in 27 Ländern weltweit vertreten, seit Herbst 2010 auch wieder in Deutschland, (München).

1986 zog sich Goodall aus der Feldforschung zurück und begann, für die Rettung der mittlerweile vom Aussterben bedrohten Schimpansen und ihrer Lebensräume zu kämpfen.

 

Tickets zu den Veranstaltungen sind hier erhältlich.